Die Arbeitsgruppe "Klimatologie"
Die Arbeitsgruppe „Klimatologie“ beschäftigt sich mit der statistischen Analyse von Klimamodell- und Beobachtungsdaten, um die Ausprägung des Klimawandels auf unterschiedlichen räumlichen (regional, global) und zeitlichen Skalen (täglich, saisonal, annuell, dekadisch) unter Quantifizierung entsprechender Unsicherheiten zu erfassen.
Einzelne Forschungsprojekte und -schwerpunkte untersuchen Wasserkreislauf und –management in Westafrika, Extremereignisse von Temperatur und Niederschlag im mediterranen Großraum, klimabedingte Massenveränderungen maritimer Hochgebirgsgletscher in Südwest-Skandinavien, die makroskalige Dynamik der Atmosphäre in den Außertropen, und mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf den Rhein und die Binnenschifffahrt.
Datengrundlage bilden lokale Messungen auf Stationsbasis, Reanalyse-Daten (modellbasiert vervollständigte Beobachtungsdaten) und Klimamodelldaten eines hoch aufgelösten regionalen Klimamodells (REMO) und eines Multi-Model-Ensembles globaler Klimamodelle aus dem 4. Fachstandsbericht des IPCC vor dem Hintergrund verschiedener zukünftiger Emissionsszenarien.
Um Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Eingabevariablen zu finden, zukünftige Projektionen zu erstellen und diesbezügliche Unsicherheiten zu ermitteln, wird diese Datengrundlage mit statistischen Analyseverfahren untersucht. Dazu gehören beispielsweise Korrelations- und Varianzanalysen, lineare und multiple Regressionsverfahren, Hauptkomponenten- und Clusteranalysen, Anpassung von Extremwertverteilungen und Entwicklung von statistischen Modellen oder eines physikalisch-stochastischen Wettergenerators.
Auf den folgenden Seiten der Arbeitsgruppe „Klimatologie“ Würzburg werden einzelne Froschungsprojekte und -schwerpunkte sowie Mitarbeiter und deren Publikationen vorgestellt.



